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Geschichtliches und Gendern
Wie jetzt? Gendern und historisches Bonn? Muss das sein? Fange ich jetzt auch noch an, alles mit Binnen-I oder Sternchen oder was auch immer zu nerven?Was kann ich dazu sagen? Ja und nein am besten.Ich bin keine Freundin des Genderns. Rein optisch betrachtet. Was momentan sicherlich auch noch Gewöhnungssache ist. Allerdings: Wer sich jetzt freut…
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Die Villen der Bonner Gründerzeit
Rund um die Poppelsdorfer Allee, die auf das Kurfürstliche Lustschloss und den Botanischen Garten zuführte, entstanden zum Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr Straßen. Wo sich bislang ein Wanderpfad hoch zum Venusberg schlängelte oder auf kaum befestigten Wegen Bauern ihre Waren in die Stadt fuhrwerkten, wurde nun Wohnraum geschaffen für die neu hinzuziehenden Rentiers, die…
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Das Bonn der Jahrhundertwende
Das Projekt, für das ich mit ganz viel Glück das Stipendium von Neustart Kultur erhalten habe, bringt mich dazu, ganz tief einzusteigen in die Recherche; bislang habe ich ein kleines Vermögen für antiquarische Bücher, Schriften und Magazine ausgegeben, die größtenteils aus den Jahren 1890-1910 stammen. Das erste Thema war das Leben der Dienstboten in dieser…
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Immer wieder unsicher
Gestern habe ich den letzten Satz in Emmas dreizehntem Fall geschrieben und auch gleich mit dem Gegenlesen und Korrigieren begonnen; knapp die Hälfte hatte ich schon vor zwei Wochen bearbeitet und habe nun noch sieben Kapitel vor mir, die ich morgen und übermorgen schaffen möchte. So weit, so gut und man möchte doch meinen, dass…
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Lindau, den 29.8.59
Brief meines Vaters an meine Mutter Mein Vater starb am 27. August 2012 und wie das mit Vätern so ist, es war nicht immer einfach mit und zwischen uns. Wir waren uns in zu vielem zu ähnlich, regten uns beide schnell auf und knallten daher immer wieder aufeinander. Auf der anderen Seite verstanden wir uns…
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Lindau, den 3.9.59
Liebe Anita, tausend Dank für Deinen herzigen Brief. Es ist nett von Dir, dass du viel an Lindau denkst. Dabei hoffe auch ich, nie vergessen zu werden. Du wirst doch meinen Briefen erhalten haben? Am Dienstag habe ich um 15:00 Uhr zu arbeiten aufgehört, um zum Zahnarzt zu gehen. Zuvor bin ich nach Haus, um…
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Lindau, den 20.9.59
Liebe Anita, besten Dank für Deine Briefe. In Deinem ersten Brief schreibst Du von einem alten Freund. Zu was darf ich mich zählen? Bekannter? Freund? Oder als was? Noch manche Fragen, die ich in den letzten Briefen an Dich gerichtet habe, hätte ich auch noch gerne beantwortet. Bei diesem herrlichen Wetter kann man schon noch…
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Was ich nicht schreiben kann und auch Jane Austen nicht schreiben wollte
Natürlich bin ich keine Jane Austen und nicht in der Lage, so zu schreiben, wie sie es tat. Was mich nicht hindert, es immer wieder zu versuchen. Vermutlich hat keine Autorin mich so sehr geprägt wie sie und über viele Jahre habe ich alles gelesen, was ich von ihr und über sie zwischen die Finger…
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Noch einmal zum Thema Rezensionen
Vor anderthalb Jahren habe ich schon einmal meine Gedanken zu diesem Thema notiert und jetzt drängt es mich erneut, ein oder zwei Worte darüber zu verlieren. Warum? Weil es mich gelegentlich beschäftigt. Ein Aspekt zumindest, auf den ich damals nicht wirklich eingegangen war. Doch von vorne. Seit ich meine Romane auch bewerbe – was ich…
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Mord in Nizza / Erstes Kapitel
Burning Bridges 17. März 1921 Am 17. März vor vier Jahren erreichte mich die Nachricht, die ich seit Ausbruch des Krieges befürchtet hatte: Per Telegramm teilte mir ein Lieutenant-Colonel Merriweather zu seinem tiefsten Bedauern mit, mein Ehemann Captain Thomas Daniel Davies sei auf dem Schlachtfeld in Frankreich gefallen. Ich stand in der Haustür, vor mir…
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Erstaunlich guter Laune bin ich
Und das ist in der Tat erstaunlich, wenn wir uns umsehen. Nicht nur unter Klimanotstand und überall sich vermehrenden Nazis haben wir zu leiden, sondern nun auch noch unter einer Pandemie, deren Gefährlichkeit noch nicht recht klar ist. Vermutlich in wenigen Tagen wird – oder vielmehr muss dank der egoistischen Dummheit zu vieler Mitmenschen –…
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Warum befindet sich meine Rechtsmedizin in der Universität?
Echte und fiktive Orte bei Fräulein Schumacher Das Bonn, durch das Emma und Kommissar Wertheim laufen, unterscheidet sich in vielem von dem Bonn, das wir heute kennen. Nicht nur, weil ein komplettes Viertel den Kriegsgelüsten eines Führers zum Opfer gefallen ist und manch anderes dem Geschmack der nachfolgenden Jahrzehnten, sondern auch deshalb, weil ich mir…
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Sinnvolle Rezensionen
Wer auf Facebook Autorinnen (beiderlei Geschlechts und jeglicher Herkunft) folgt, hat in den letzten Wochen und Monaten sicherlich oft gelesen, wie wichtig Rezensionen seien, welch ein Schindluder damit getrieben werde und wie gemeine Hater ihr armseliges Leben durch üble Verleumdung aufwerten würden. Diese Beiträge klangen mal wütend, mal jammernd, oftmals bittend und flehend und gelegentlich…
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Liebe, Mord & andere Peinlichkeiten
Ich gebe es zu, auch ich kenne guilty pleasures. Ganz schlimme sogar! Ich habe beispielsweise die diesjährige Staffel von ‚Hochzeit auf den ersten Blick‚ mit heimlicher Wonne geschaut, wobei ich gar nicht sagen kann, was mich daran so fesselt. Aber etwas fasziniert mich enorm und so ist es vielleicht kein Wunder, dass ich vor weniger…
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Die Krone der Schöpfung
Es begab sich zu Zeiten, in denen Frau Michou noch ein Fräulein H. war, dass eben jenes Fräulein den schwierigsten Kunden kennen lernte. Es war die Krone die Schöpfung. Es war die Krone der Schöpfung im Paradies der Düfte. Es war der Mann in der Parfümerie. Heute ist Vatertag, das mag der Grund sein, weshalb…
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Vor einem Jahr & alle fünf Minuten
Eine Warnung vorweg: Ich gedenke, hier vor mich hinzunölen, wie es mir gerade einfällt. Entweder klickt die nicht geneigte Leserin jetzt weg oder sie holt sich ein Heißgetränk und macht es sich bequem … Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da lief ich an einem heißen Sonntag mit dem Großen und den Hunden aufgebracht…
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Emma Charlotte Schumacher
Emma kam am 31. Oktober 1906 auf diese Welt. Diese Welt, das bedeutete für die Tochter eines deutschen Ägyptologen und einer aus adliger Familie stammenden Engländerin das Bonn der Kaiserzeit, einer reichen Stadt mit einer renommierten Universität, vielen Pensionären und jeder Menge Natur um sich herum. Keine sich weit ausdehnende Stadt, doch eine, deren Ursprünge…
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Ausgerechnet Bananen
Ausgerechnet Bananen, Bananen verlang ich von ihm! Nicht Erbsen, nicht Bohnen, auch keine Melonen , klang es durch die Arndtstraße 13a früh am Mittwochmorgen. Sybils Sopran schwang sich zu immer erstaunlicheren Höhen auf, während sie in der Wanne plätscherte. Emma drückte sich ihr Kissen auf die Ohren. Oh bitte! Schlafen wollte sie. In Ruhe! Sybil…
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Des Zwistes 3. Teil
Maria Stuart war nun also die Flucht aus ihrer Haft gelungen und stand auf englischem Boden und wir mit ihr. Schauen wir mal, ob wir wieder hinein finden in die Geschichte. Dass sie dort stand, wird – wen wundert’s – ganz unterschiedlich gewertet: als plumper Versuch, die englische Krone zu ergattern, als Dummheit ohne Boden,…
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Elisabeth oder des Zwistes 2. Teil
Ohne lange Vorrede geht es los mit Elisabeth Tudor, Königin von England, nach der als erster ein Zeitalter benannt wurde und die England zur Seemacht führte. Elisabeth wurde am 7. September 1533 als Tochter Anne Boleyns und Heinrich VIII. geboren und ihr erster Eindruck von dieser Welt muss wohl Enttäuschung gewesen sein: sie war nicht…
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Maria Stuart oder des Zwistes 1. Teil
Ich möchte mit zwei Feststellungen und einer Aussage beginnen, dir mir wichtig ist: Ich bin keine Historikerin, bin nicht der Objektivität und der Überprüfung aller Quellen verpflichtet; es ist einfach ein Essay, zu dem mich diese Damen angeregt haben. Gut, das habe ich erledigt, um was geht es (mir)? Es geht um zwei Königinnen, es…
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Anne Boleyn
Nach dem Beitrag über Wallis Simpson überlegte ich, ob ich daraus nicht eine Serie machen könne und als erste Nachfolgerin fiel mir Anne Boleyn ein. Auf den ersten Blick mögen Wallis und Anne nicht viel gemein haben: die eine starb in dem Lebensalter, in dem die andere erst in der Öffentlichkeit auftauchte; eine wurde Königin,…
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Wallis Simpson
Ich bin seit langem schon dem Charme der Dreißigerjahre erlegen – natürlich der Mode der Zeit, nicht der Zeit an sich; man kann so etwas nicht oft genug betonen. Diese schmale, gestreckte Silhouette, die dennoch viel Bewegungsfreiheit bietet und die sehr feminine Elemente mit sehr klaren Linien kombiniert, zieht mich an. Im doppelten Sinne. Sucht…
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Zwei Jahre nun
Morgen vor zwei Jahren ist mein Vater gestorben – 26 Tage, nachdem ich frühmorgens von seinem Arzt erfuhr, wie es um ihn steht. 26 Tage waren sehr wenig Zeit, um überhaupt zu verstehen, was passiert. Noch viel weniger Zeit ist es, wenn zwei Tage nach dieser Botschaft dein Vater dich bittet, einen Platz zum Sterben…
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Unerträglich
Es wird persönlich und da möchte ich – ausnahmsweise – darum bitten, dass all diejenigen, die damit nicht umgehen können oder wollen, einfach diesen Post überspringen; irgendwann heute möchte ich gerne mal wieder etwas Fertiges zeigen und dann ist alles wieder fein. Also zumindest in dem Post dann … In acht Tagen wird es neun…
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Der 24.12.
Ganz dummer Tag, sehr zwiespältige Gefühle. Heiligabend war in unserer Familie immer in zwei Abschnitte unterteilt: Vormittags war Papas Geburtstag, ab nachmittags dann Weihnachten. Nun, ohne meinen Vater, finde ich es schwierig, so etwas wie Weihnachtsstimmung zu empfinden. Jetzt, in diesem Augenblick, läuft „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Hintergrund und sorgt für kindliches Wohlgefühl –…
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Vorbei
Mein Vater ist soeben verstorben, meine Mutter rief mich an. Muss noch auf Lenny warten, der von einer sehr lieben Freundin vom Training abgeholt wird, weil unser Auto den Geist aufgegeben hat. Gleich werde ich noch einmal ins Krankenhaus gehen. Ich schwanke zwischen Weinen und Taubheit. Der Verstand sagt: „Gut, das hat er sich herbeigewünscht.“…
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Nicht vor, nicht zurück
Mein Vater liegt im Sterben, das ist nun seit Wochen so und jeden Tag wird er weniger und weniger; es ist kaum zu ertragen. Es tut mir leid, wenn das für manche, die hier gern hinein geschaut haben, unschön zu lesen ist, aber es muss raus. Genauso, wie es raus muss, dass ich ganz, ganz…
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Papa
Im Augenblick warten wir darauf, dass mein Vater in das Krankenhaus in unserer Nähe zurück verlegt wird, aber wann das der Fall sein wird, wissen wir nicht. Ich kann nicht so recht etwas mit mir anfangen und habe die CD mit den alten Dias eingelegt und durch gesehen. Hilft, irgendwie.
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Weiter …
… geht im Augenblick gar nichts so recht. Seit Anfang der Woche ist mein Vater wieder in „unserem“ Krankenhaus und seit vorgestern auf der Palliativstation, wo er neu eingestellt wird, so dass die Schmerzen so gering wie möglich sind, ohne dass er nur noch müde und dämmerig ist. Das tut ihm gut, wohl auch die…


















