Kategorie: Allgemein

  • Noch einmal Golf …

    Noch einmal Golf …

    Es ist nun Mai 1935 und Emma findet sich auf einem Golfplatz wieder. Mit diesem Sport hat sie nicht viel zu tun, aber ihr Schwiegervater spielt nicht nur sehr gut, er tut es auch, um seinen Einfluss zu vergrößern. Als Gegner der Faschisten unternimmt er alles, was ihm legal und moralisch anständig möglich ist, um seine Stimme noch hörbarer zu machen. Als wirklich erfolgreicher Verleger diverser Zeitungen und Magazine gelang ihm da immer schon, doch andere schreien lauter und lauter – ein Wettkampf der Lügen und Verleumdungen, in den er nicht einsteigen will. Persönlich und privat, charmant und clever, gesellschaftlich gewandt und grundsätzlich generös – so sieht sein Vorgehen aus. Dass er dabei Kontakte beim Golfen pflegt, versteht sich für einen Mann seiner Position von selbst.

    Cover Mrs Beresford 4, Illustration, Golfplatz, Emma in Pulli und Rock, 1935

    Golf ist in England mittlerweile, das erzähle ich im ersten Beitrag schon, kein Nischensport mehr, kein schottisches Kuriosum. Es ist der Sport der Geschäftswelt, der Aristokratie und der Politik. Nicht alle spielen, weil sie Golf lieben. Sie spielen auch, weil sie wissen, wie wichtig es ist, auch hier dazuzugehören. Und für einen Londoner Verleger wie Henry Beresford ist es eine Selbstverständlichkeit, einem Club anzugehören, der Prestige mit sich bringt, aber dennoch ein gewisses Verständnis für soziale Gerechtigkeit zeigt.


    Dieser Verein liegt im Old Deer Park in Richmond, etwa neun Meilen südwestlich der Londoner Innenstadt – das wäre für Henry Beresford bei nicht zu viel Verkehr eine gute Stunde Fahrt (und für Sybil Mallaby kaum eine Dreiviertelstunde!), bis er frische Luft schnuppern und seinem Hobby, das nicht wirklich eines ist, nachgehen kann.
    Das Gelände, auf dem der Platz liegt, ist Krongut, gehört also der königlichen Familie. Im Norden grenzt es an Kew Gardens, im Westen läuft die Themse. Eine schöne Gegend also, grün, angenehm kühl und frei verglichen mit der drückenden Atmosphäre der Hauptstadt.
    Unbedingt auch ein netter Ausflug für Emma, die stets gut zu Fuß war und gelegentlich die Ausflüge auf den Drachenfels und in den Kottenforst vermisst. Bestimmt gefällt ihr der Golfplatz mit seinen zwei 18-Loch-Kursen, wenn er auch nicht ganz so natürlich ist, wie er erscheint; künstlich aufgeschüttete Hügel machten aus dem flachen Gelände eine Landschaft mit mehr Charakter und Herausforderung.


    Royal Mid-Surrey nahm von seiner Gründung 1892 an Frauen als Mitglieder auf — das war selten und fortschrittlich; der innere Kurs wurde explizit als Damenkurs angelegt. Man spielte gemeinsam und doch getrennt. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass es bis 1936 zwei separate Gebäude gab: Das Hauptclubhaus gehörte den Männern — Bar, Speisesaal, Kartenraum, Umkleide. Die Frauen hatten ihren eigenen (natürlich kleineren) Pavillon. Man wollte es mit diesen modernen Sitten sicherlich nicht übertreiben. Ein gemeinsames Clubhaus war also noch nicht vorhanden, als Emma ihren Schwiegervater zum ersten Mal hierher begleitet. Gewiss aber fanden Bälle, Diners und Preisverleihungen nicht getrennt statt – vielleicht gab es sogar wilde Parties im Clubhaus. Vermute ich aus einem Grund, zu dem ich gleich noch komme. Ich mag mich da aber auch irren.


    Das Privileg, Mitglied im RMS zu sein, hatte Henry sich nicht erkauft. Das ging nicht. Oder vielleicht gelang es doch mal dem einen oder anderen, wer weiß? Aber die Regel lautete: Wer hinein will, benötigt eine Einladung von einem Mitglied, das außerdem für einen bürgt. Ein zweites Mitglied muss die Einladung unterstützen und dann stimmt ein Komitee ab. Natürlich geht das nicht flott. Im Gegenteil. Geduld ist eine Tugend und es braucht halt seine Zeit, bis man sich von der Würdigkeit des Eingeladenen überzeugt hat. Und von seiner Zahlungskräftigkeit vermutlich auch. Aber erhielt man die Zusage, dann war Stolz angebracht.
    Na ja, wenn man all das braucht und in Ordnung findet. Henry war nicht unbedingt stolz. Oder nicht mehr; er ist seit zwanzig Jahren Clubmitglied und durfte miterleben, wie der RMS zu höchsten Ehren kam.


    König Georg V. verlieh dem Club 1926 diesen Status — auf Wunsch seines Sohnes, des Prince of Wales, der in jenem Jahr Kapitän des Clubs wurde. Neun Jahre später, im Sommer 1935, ist Edward immer noch Mitglied. Er spielt Golf bei Fort Belvedere in Windsor, seinem privaten Rückzugsort, aber gelegentlich spielt er auch noch in Richmond, meist wohl informell, als Golfer und Golfen. Und die, de wir Emma kennen, wissen, sie hofft sehr, ihm nicht zu begegnen. Was aber doch immer wieder der Fall sein wird. Eigentlich sollte sie die alte Geschichte längst vergessen haben; er erwähnt sie jedenfalls nicht mehr. Aber wenn er ihr zuzwinkert, ist doch klar, er erinnert sich bestens.

    Tja. Edward. Oder eigentlich David, wie ihn sein engster Kreis nennt. Könnte sein, dass er eine Rolle spielen wird. Vielleicht auch nicht. Er ist ja sehr beschäftigt. Mit Wallis Simpson, über die ich vor vielen, vielen Jahren etwas geschrieben habe, wobei ich ihre politischen Ansichten aus Gründen ausgeblendet habe, mein Ansatz war ein völlig anderer. Einer, den Emma und Henry nicht teilen müssen. Wir schauen mal, was daraus wird …


    Die was bitte?
    Die Artisan Section bei Royal Mid-Surrey war etwas Besonderes, auf das man vermutlich heute noch stolz ist. Was versteht man unter Artisan: „Artisan“ kommt aus dem Lateinischen und bezeichnete im englischen Klassensystem des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die qualifizierten Handwerker — nicht die ungelernten Arbeiter, nicht die Mittelklasse, sondern Handwerker an der Grenze zum Künstlerischen; Männer, die in der Lage waren, die Visionen von Herrenhausbesitzern oder Golfclubvorständen umzusetzen: Gärtner, Maurer, Schreiner. Der Begriff war würdevoll, aber wie mit den Frauen kam man hier ohne klare Trennung und Abgrenzung nicht aus. Doch immerhin: Jene höheren Arbeiter, die den Platz pflegten, erhielten Spielrechte. Sie spielten auf demselben Rasen wie die regulären Mitglieder — zu anderen Zeiten natürlich, dafür aber auch mit einem eigenen kleinen Clubhaus.

    Ja, das ist also der erste Schauplatz vom nächsten Fall meiner Mrs Beresford. Was dort geschieht, wie oft wir dort sein werden, wer mitspielt? Wie immer habe ich keine Ahnung, das wird sich ergeben .)


    Quellen

    Royal Mid-Surrey Golf Club:
    https://www.rmsgc.co.uk/about/our-heritage/
    https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Mid-Surrey_Golf_Club


  • Den Schläger schwingen!

    Den Schläger schwingen!

    Es geht um Golf. Das Spiel mit dem kleinen Ball, den vielen Schlägern und einem Loch im Rasen, das weit entfernt liegt und in das doch möglichst flott der kleine Ball hinein geschlagen werden soll, stammt vermutlich aus Schottland. Dort wurde es bereits verbürgt seit dem 16. Jahrhundert gespielt (wie auch immer man auf diese Idee kam – allerdings frage ich mich auch bis heute, wie man darauf kam, getrocknete Blätter aufzurollen, sie sich in den Mund zu stecken und anzuzünden …), wenn auch zum Unwillen der jeweiligen Herrscher. Warum? Weil die Herren Lairds und Clanchiefs, all die Earls und Barons ihre Zeit nicht mit dem Spiel verplempern, sondern lieber das Bogenschießen und Fechten üben sollten. Wobei: Die ersten Golfbälle wurden aus Buchsbaumholz gefertigt und das benötigte man auch für Bögen. Die Herstellung der Golfbälle kostete also auch Zeit und Material, was man als Herrscher lieber für Kriegsvorbereitungen verwendet hätte. Dennoch: Offenbar besaßen all die Jakobs (oder James‘, wenn wir sie bei ihrem englischen Namen nennen wollen) auf dem schottischen Thron zu wenig Fantasie, um sich auszumalen, wie man mit einem gezielten Schlag auf weite Entfernung den Gegner würde ausknocken können. Obwohl – an Fantasie mangelte es manchen Jakobs eigentlich nicht; wer an Hexen glaubte und an ihre Ausrottung ging, musste schon eine wirklich kranke Vorstellungskraft besessen haben. Aber darum kümmert sich Moira McLeod, nicht wahr? Also zurück zum Thema:

    Die Zeit schritt voran und je mehr Menschen – sprich: Männer – es gab, die aufgrund von Landbesitz oder Geschäftserfolg Vermögen genug besaßen, um nicht ständig mit lästiger Arbeit beschäftigt sein zu müssen, desto populärer wurde es, die freie Zeit statt mit Langeweile mit sportlichen Aktivitäten auszufüllen. In Schottland war das sehr gerne Golf. Und Golf galt als so schottisch, dass in England, wo Sport ja nun besonders beliebt war, eben kaum Golf gespielt wurde. Was bitte kam schon Gutes aus Schottland? Außer Shortbread vielleicht und Tartanmuster und Whisky? Eben.
    Ok, es gab durchaus den einen oder anderen Golfclub in England, aber dass Golf hier nicht so recht zum Durchbruch, mochte auch am zweiten Ballmodell liegen, das nach den Holzbällen über Dekaden modern war: Ein mit Federn gefüllter Lederball, der unglaublich teuer und bei feuchtem Wetter unberechenbar war. Wenn der Ball nämlich feucht wurde, verlor er die Form, wurde matschig und flog nicht, wie er fliegen sollte. In England war man also nicht sonderlich begeistert von diesem Sport.

    Doch dann entdeckten Queen Victoria und ihr Gatte Albert (die beiden wieder mal – was sie mochten und nicht mochten, prägt England bis heute!) ihre Liebe zu Schottland und setzen damit einen Trend, zumal dank dem stetig wachsenden Gleisnetz eine Reise in die Highlands keine Expedition mehr war. Als dann auch noch der Golfball ein Makeover bekam und aus Guttapercha hergestellt wurde – er also formbeständiger, leichter und viel billiger wurde, da begeisterten sich die Engländer endlich für das Spiel. Schöne Landschaften, die sich für einen solchen Spielplatz eigneten, gab es genügende, und eine Vorliebe für Rasenpflege wird den Briten insgesamt schon von Asterix unterstellt. Auf jeden Fall entstand ein Golfplatz nach dem anderen; um 1890 sollen es etwa hundert gewesen sein. Zwanzig Jahre später waren es etwa 12.000. Wow. England überholte damit Schottland als das Land, in dem die meisten Plätze zu finden sind.


    Aber weshalb Golf?

    Golf hat einen Vorteil gegenüber anderen Sportarten: Man kann dabei so manches besprechen und das in freier Natur. Kein Publikum, keine Schiedsrichter, kein Lärm. Nur der Platz und die Person oder die Personen, mit denen man spielt und etwas besprechen mag. Perfekt für eine Gesellschaftsschicht, die es nicht mag, bei ihren Plänen und Ideen, bei ihren Abkommen und Mauscheleien belauscht zu werden. Na ja, ok, das ist jetzt übertrieben, das galt und gilt keinesfalls für die meisten der Spieler. Aber es erklärt, weshalb Golf im Vergleich zu Fußball oder Tennis bei manchen Männern besonders beliebt war. Unterhalte du dich mal beim Tennis über Goldminen in Afrika oder besteche einen korrupten Politiker beim Elfmeterschießen! Ha, ja, gar nicht so einfach, so ein bisschen Ruhe und Zweisamkeit wäre wünschenswert, wenn du solche Hobbys pflegst.

    Da war Golf ein Geschenk. Dein Erbonkel will keinen Penny rausrücken, um dich von deinen albernen kleinen Schulden zu befreien? Begleite ihn für vier Stunden beim Golf, spiel den geläuterten Neffen, strenge dich an, versprich ihm alles, lass dir Standpauken predigen und gehe als schuldenfreier Mann vom Grün.
    Dein Chef will den blöden Roderick befördern, nicht aber dich? Ein Glück, dass der Chef Golf spielt und meint, auf dem Platz ablesen zu können, wer der beste Mann für welchen Job ist. Rodericks Pech, dass er den Ball nicht trifft, während du lässig zu schwingen und einzulochen verstehst – gerade gut genug, um den Chef nicht zu überrunden. Drei oder vier Treffen auf dem Grün und Roderick ist Geschichte.
    Du willst die schöne Rosamund heiraten, aber ihr Papa hält dich für einen unfähigen Tunichtgut? Beweis ihm an Loch neun, wie gut du für sie sorgen wirst und versprich ihm, ganz schnell für den Firmenerben zu sorgen.
    Geschäftskonto, schwierige Beziehungen, Freunde, die sich sonst nichts zu sagen haben: Der Golfplatz ist das perfekte Refugium, der friedlichste Kampfplatz für all diese Männer.

    Für Männer? Nur für Männer?

    Ja und nein. Die Clubkultur in England ist bekanntermaßen eine ziemlich männliche Geschichte. Die meisten Clubhäuser, auch beim Golf, waren oft Orte, in denen die Herren ungestört von weiblicher Nörgelei (alles, was eine Frau sagt, muss ja nörgeln sein, nicht wahr?) dinieren, trinken, Karten spielen, Billard spielen und Zeitung lesen durften. War ihnen ja daheim sicherlich verboten, da musste man sich am Ende noch anhören, dass die Köchin kündigen will, der Sohn Ärger in der Schule macht oder die Schwiegereltern keine Lust mehr hätten, seine Rechnungen zu bezahlen. Kein Wunder also, dass der gewöhnliche Gentleman davon überzeugt war, es hätten Frauen auf dem Grün nichts zu suchen.
    Andere Herren sahen das anders. Aus unterschiedlichen Gründen:. Manche fanden, dass es reizend wäre, hübsche Damen zuzusehen und mit ihnen anbandeln zu können, so ganz informell. Manche aber auch waren grundsätzlich der Meinung, dass es für jede Gesellschaft von Vorteil wäre, Frauen gleichberechtigt zu behandeln.

    Und was sagten die Frauen, die es vermutlich satt hatten, dass über sie, aber nicht mit ihnen geredet wurde? Die gründeten eigene Clubs. Auch im Golf, der erste entstand um 1815 in Schottland; die Gründung der Ladies Golf Union folgte immerhin 1893 — die Zahl der Spielerinnen wuchs erheblich. Das schöne Geschlecht drängte also voran und bei der ständig wachsenden Zahl an Golfplätzen und Golfvereinen fand sich vermutlich für jede ambitionierte Sportlerin ein Ort, an dem sie den Schläger schwingen durfte. Anständig natürlich und angemessen. So soll ein schottischer Lord um 1900 herum öffentlich angeregt haben, Frauen sollten einen Golfball nicht weiter als 70 Yards schlagen — mit Verweis auf das „Unschickliche“ eines vollen Schwungs in modischer Damenkleidung. Was immer er damit meinte. Die sich drehende Hüfte vermutlich? Die Bewegung des weiblichen Hinterteils? Der fliegende Rock, der sich um die Beine wickelt? Heute wie damals jedenfalls möchte ich meinen, dass weder die Frau noch ihre Sportkleidung die Ursache sind, wenn sich ein Mann nicht benehmen kann. Frauen mal als Menschen zu betrachten, könnte helfen …
    Aber logisch, bei solchen Debatten idiotischster Natur ging es immer auch um Kontrolle und darum, das aufmüpfige Weibsvolk daran zu erinnern, wer die Macht innehält. Eine Macht, die überall, eben auch auf dem Grün ein wenig ins Wanken geriet. Mit den Zwanzigern war es endgültig: Die perfekte Frau trieb Sport, um ihre schlanke Linie zu erhalten. Solange die Männerwelt glaubt, die Damen täten das, um ihnen zu gefallen (was ja leider allzu oft stimmte und stimmt), solange war Sport kein Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung, sondern ein Schönheitsmittel, bei dessen Verwendung man zusehen durfte. Hübsche Frauen, die in schmalen Röcken neben einem über den Platz zogen, denen man Komplimente machen und sie ungestraft betrachten konnte, das war sicherlich auch ein Grund, sich im Golfclub anzumelden.

    Reizend, ganz reizend – und wenn man sich mal die Modezeitschriften jener Jahr ansieht, dann nahmen vor allem Schwimmsport, Tennis und Golf Einfluss auf das, was als schick und elegant galt. Draußen sein, sich bewegen, braun werden, schlank und beweglich bleiben, die Waden zeigen, selbstbewusst auftreten: Golf und die Neue Frau waren ein perfect match. Immer dann zumindest, wenn sie spielen durften; da gab es noch viele Clubs, die der Aufnahme zwar zustimmten, aber nur manche Tage und Tageszeiten für die Spielerinnen erlaubten. Gerne gab es auch getrennte Clubhäuser und getrennte Feiern. Weil ja Frauen immer nörgeln und Männer ein Schutzreservat benötigen. Aber immerhin: Spielen durften sie. Anständig gekleidet, lächelnd, freundlich, nicht fordernd. Kennt man ja. Taten sie auch, was vielleicht langsam dazu beitrug, Golfclubs von rein männlichen Domänen in gemischte gesellschaftliche Clubs zu verwandeln, in denen Frauen wahrhaftig in die Bar durften! Oha!


    So ein bisschen Skandal ging dann doch noch, sobald frau sich anders als erwartet zeigte. Wie es 1933 Gloria Minoprio tat. Die nämlich trat bei der British Ladies Championship in Hosen an — das erste Mal, dass eine Frau in Hosen auf einem britischen Golfplatz spielte. Nicht nur das: Ganz in Schwarz kam sie auch noch. Und zu spät. Man hatte sie aufgerufen, sie erschien nicht. Man rief sie erneut, nichts geschah. Erst, als man sie disqualifizieren wollte, sauste sie heran. In einem knallgelben Rolls Royce, dem sie entstieg. In Schwarz. Mit Hosen. Und wirklich nur mit einem einzigen Schläger für das gesamte Spiel. Das hatte sie am Tag zuvor angekündigt und damit schon für Aufregung gesorgt – es ist ja eine Wissenschaft für sich, für jeden Schlag, jedes Loch den passenden Schläger zu wählen. Sie gewann nicht, aber darauf kam es nicht an.


    Jetzt halt noch die Frage: Warum redet die Frau Instone plötzlich über Golf?
    Tja, wahrhaftig hat der Gatte mit diesem Sport begonnen. Full in, Hals über Kopf. An einem Samstagmorgen bin ich mal mit. Sehr ambivalent. Natürlich sehr schön, so viel gepflegtes Grün, viel Wasser, Hasen, Enten, Gänse. Schön, schön. Muss natürlich mit sehr viel Wasser erhalten werden. Das anderswo fehlen mag. Sehr ambivalent war das.
    Und dann manche der Leute. Die Blicke. Ich wäre schon aus Trotz mit meinem alten Corsa hingefahren, das hätte geschockt. Wirklich. Und der Gatte hat seinen Doktortitel für die Anmeldung benutzt. Aus Gründen. Macht er nie; als ich ihn kennenlernte, war er Steve. Dass er den Luxus einen zweiten Vornamen plus eines erarbeiteten Doktortitels in Anspruch nimmt, erfuhr ich viel später, so kurz vor Hochzeit irgendwie :D Ist dort auf dem Golfplatz aber nicht unbedeutend.
    Und nein, wir sind nicht reich. Ich selbst bin Autorin, also eher arm. Dem Gatten geht es gut. Den anderen dort eher übertrieben gut. Womit ein gewisses Selbstvertrauen einhergeht, dass eher selten gerechtfertigt scheint. Ich habe mich dennoch benommen und freundlich gelächelt. Der Gatte ignoriert das. Nicht mein Lächeln, obwohl: das auch meist. Aber in Australien ist Golf komplett anders. Lässig. Eher günstig. Ohne Mitgliedschaften. Nimm einen Schläger und leg los. Seine Freunde lachen sich krank über das Getue hier und ziehen ihn damit auf. Aber der Gatte will endlich wieder Golf spielen. Da müssen wir jetzt durch.

    Und es brachte mich auf eine Idee …
    Logisch, was auch sonst. Passt doch perfekt zu Mrs Beresford. Nicht das Golfspiel, nicht das drumherum. Aber das Setting. Lassen wir Emma ein wenig leiden und sich erneut fragen, ob Gefahr besteht, zum Snob zu werden. Dazu in ein paar Tagen mehr.


    Quellen

    Geschichte des Golfs:
    https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_golf
    https://golfbusinessnews.com/news/media/just-published-the-great-english-golf-boom-1864-1914-a-history/

    Frauen und Golf:
    https://www.scottishgolfhistory.org/early-womens-golf/womens-golf-the-fashion-pages/

    Gloria Minoprio:
    https://www.si.com/golf/news/the-story-of-gloria-minoprio-the-mysterious-golfer-in-black
    https://sovereigngolfersociety.substack.com/p/gloria-minoprio-and-her-grand-illusion

    Geschichte des Golfrocks:
    https://www.anewgolfusa.com/blogs/news/history-of-the-golf-skirt-women

  • Das Schreiben in bedrohlichen Zeiten

    Das Schreiben in bedrohlichen Zeiten

    Vor längerem schon hatte ich darüber geschrieben, wie es mir bei dem Gedanken geht, Emma – meine erste und fleißigste Heldin – in das Dritte Reich zu führen. Ich glaube, damals hatte ich sogar vor, sie länger als bis zum Sommer 1936 in Bonn bleiben zu lassen. Zumindest hatte ich das vor, als ich merkte, dass ich dieses erste Buch nicht nur zu Ende schreiben, sondern die Geschichte fortführen würde.

    Doch als Emma in die 1930er eintrat, da hatte sich schon unsere Gegenwart so sehr verändert, dass mir wahrhaftig Mut und Puste ausgingen, die Jahre bis zu Hitlers Regierungsübernahme zu schildern. Ich machte einen Sprung vom Herbst 1930 in den Sommer 1933 – und floh. Halbwegs zumindest, denn natürlich begleite ich Emma nun in England und obwohl sich die Vorzeichen ihres Alltags vollkommen gewandelt haben und Bonn zunächst weit fort erscheint, hat sich die Welt um sie herum nicht im Geringsten verbessert. Die Bedrohung durch den Faschismus ist allgegenwärtig und so, wie ich Emma nicht in Bonn weitermachen lassen konnte, so gelingt es mir nun nicht, sie in London nichts als Glamour, Luxus und Jazz erleben zu lassen – mit dem einen oder anderen schicken Mord zwischen zwei gesellschaftlichen Ereignissen. Ihre Fälle haben sich verändert und ich versichere, ich bin darüber sehr erstaunt, verweigere mich dem Geschehen aber nicht. Auch deshalb nicht, weil die frühen Dreißiger in England unseren Zeiten jetzt und hier ähneln.

    So wie man von London aus nach Deutschland, Italien und Spanien blickte und befürchtete, ahnte und erwartete, es würde sich auch das eigene Land in eine Diktatur verwandeln, so schauen wir in die USA vor allem, aber auch viele andere Staaten – und auf die wöchentlich aktualisierten Wahlprognosen (die ich zumindest für gefährlich halte, wir schaffen damit das Gefühl, resignieren zu müssen, weil ja eh alles schon entschieden wäre). Dass all das unsere Wirklichkeit ist, dass zu viele Menschen ihr Glück darin sehen, dass es anderen schlecht und schlechter geht, obwohl ihr eigenes Leben dadurch nicht besser wird, dass es Mitbürger gibt, die aufrichtig entsetzt sind von Krieg, Faschismus und Shoah und dennoch bei jeder Gelegenheit darüber schwafeln, wie sie sich hier von Fremden überrannt fühlen oder andere für den Zustand unserer Gesellschaft machen – ach, ich kann das alles nicht fassen und nicht verstehen. Und ich kann es nicht ertragen. Es schnürt mir die Kehle zu.

    Aber der Faschismus, die Entmenschlichung, der zunehmende Egoismus sind nicht das Einzige, was uns bedroht. Auch den steigenden Frauenhass wollen wir nicht vergessen. Aber fast noch dringlicher ist das ‚Wetter‘: Wer nach dieser Woche nicht verstanden hat, was Klimawandel bedeutet, dass es längst eine Klimakatastrophe ist, wer jetzt noch immer meint, der Mensch hätte damit nichts zu tun und es wäre immer schon heiß gewesen, Sommer halt, haha – ehrlich gesagt: Da fällt der Autorin auch nichts anderes mehr ein als ein herzliches Fuck off! Sorry, not sorry.

    Was also fange ich damit an? Als eben jene Autorin, deren Wortgewandtheit sich gerade in einem Fuck off erschöpft hat?

    Tja. Im Augenblick scheue ich davor zurück – das ganze Jahr eigentlich schon – mit dem siebten Band von Nadel, Faden & Mord zu beginnen. Weil es düster ist. Weil es traurig werden mag. Weil es schmerzt. Und weil ich weiß, ich werde, bin ich einmal in Alice‘ Welt, eintauchen. Alles, was düster und angstmachend ist, werde ich irgendwie, meist unbewusst, zwischen die Zeilen schreiben. Ich werde mich durchaus freischreiben, das wird guttun, es wird mir leicht von der Hand gehen – aber ich werde nicht viel Schönes und Gutes in dieser Zeit sehen können, ich werde mit noch mehr Verzweiflung und Ekel auf diese Welt blicken. Und das lässt mich gerade scheuen.

    Viel leichter wäre es, den dritten Emma-Band in diesem Jahr zu beginnen; ich bin da sehr inspiriert. Emma hält, bei aller Trauer und allem Schrecken, die ich auch ihr und uns zumute, immer ein Tässchen Hoffnung bereit, da wird es immer etwas Zuversicht und Harmonie geben. Da ist mehr ‚Wir schaffen das‘ drin als bei Alice. Alice schafft auch alles, keine Frage, sie ist keine, die aufgibt. Aber es ist Kampf, es ist Mühe, es ist Zynismus, was sie ausmacht,

    Noch viel viel leichter wäre die dritte Option: Mit meiner Rachehexe Moira auf Tour gehen – durch die 1920er in Edinburgh. Da gibt es viel Elend und viel Grausamkeit. Aber auch Magie und die Fähigkeit, all das zu vergelten. Das macht Freude, das täte gut. Das Entscheidende aber ist, dass sich diese Zeit für mich so anfühlt, als hätte ich nur zwei Optionen: Aufgeben, nie mehr schreiben, auf dem Sofa vegetieren. Oder aber weiter, weiter, weiter schreiben, um dem Wahnsinn für viele Stunden des Tages zu entfliehen.

    Tja. Warum eigentlich ist mein sehr viel jüngeres Ich (ich denke, ich war vier oder fünf Jahre alt) zum Beitragsbild für diesen wenig fröhlichen Text geworden? Weil ich, bevor die Pubertät kam und alles danach, ein gar nicht so schüchternes Kind war. Also schon, ich war in der Schule zu still, ich verstummte in Gruppen. Aber ich kam ganz gut mit mir klar und hatte einen sturen Kopf, den ich oft durchsetzte. All das sehe ich in diesem Bild. Keck, würde Emma sagen, keck sieht die Kleine aus. Und weil die Kleine ziemlich enttäuscht wäre, wenn sie mich aufgeben sieht, wähle ich also das Zweite und schreibe weiter. Schnell, viel, ausdauernd. Sonst ist das alles für mich gar nicht zu ertragen. Und da ich weiß, dass es einige, wenn auch keine Heerscharen, an Lesefreundinnen und Lesefreunden gibt, die durch meine Romane eben auch ein bisschen fliehen können und ein wenig gestärkter in die Realität zurückkehren, ergibt mein Tun eben auch in diesen Zeiten Sinn.

  • Yummy yummy – Der Afternoon Tea

    Yummy yummy – Der Afternoon Tea

    Bleiben wir noch ein gutes Weilchen in London, aber bevor es weiter durch die Stadt, ihre Geschichte und den Alltag geht, machen wir Pause. Leckere Pause. Wir trinken mit Emma einen Tee.
    Das hat unsere Freundin immer schon getan; sie liebt Tee jeder Art: Tante Tinni bereitete Kamillentee, hatte das Mädchen Bauchschmerzen. Einen Kräutertee gab es zum Abendbrot. Einen süßen Früchtetee entweder kalt im Sommer oder aber dampfend-heiß bei der Arbeit im Kommissariat. Und wann immer die Zeit ausreichte, dann genoss Emma eine russische Teezeremonie, hatte Alexej (ehemaliger Fürst und der jüngere Ehemann von Emmas zweiter Tante, der formidablen Sybil) doch wahrhaftig einen Samowar nach Deutschland retten können. Prioritäten, nicht wahr? Oder aber – ob in Bonn oder in London – einen Afternoon Tea mit allem Drum und Dran.
    Wobei: So viel Drum und Dran hat ein Afternoon oder auch Low Tea gar nicht. Hmm …


    Die Herzogin von Bedford, Porträt, um 1840

    Die Geschichte des Afternoon Tea beginnt, wie so viele englische Geschichten, mit den bewegenden Sorgen und Nöten eines Mitglieds der Upper Class. In diesem Fall war es eine Dame, die entsetzlich litt.
    Anna, Duchess of Bedford, litt um 1840 nämlich unter dem, was sie selbst als sinking feeling beschrieb – jenes unangenehme Leeregefühl am Nachmittag, wenn das Mittagessen längst verdaut und das Abendessen noch Stunden entfernt ist. In englischen Haushalten der besseren Gesellschaft wurde damals erst gegen acht Uhr abends gespeist, so war es vornehm, so war es modern. Aber verteufelt, das Mittagessen lag irgendwo zwischen zwölf und vierzehn Uhr (wobei letzteres wohl zu ertragen gewesen wäre, ich nehme also ganz großzügig und verständnisvoll an, dass die Duchess um zwölf Uhr aß und somit völlig zu Recht von einem Verlangen nach einen Krümelchen erfasst und geschüttelt wurde.
    Die Herzogin ließ sich also Tee, Brot und Butter auf ihr Zimmer bringen – so semi heimlich vermutlich, denn wir wissen ja: Frauen müssen unbedingt verbergen, Menschen zu sein. Wie unfein, dass wir essen müssen. Aber Anna aß und bald wurde es ihr zur lieben Gewohnheit. Die mit Freundinnen teilte. Ein Essen, irgendwie intim und gemütlich, ganz unter Frauen, das musste ja ein Renner werden und so verbreitete sich die Gewohnheit der Duchess. Ob es wirklich so war, ist nicht gesichert, aber es ist eine reizende Geschichte.
    Jedenfalls wurde der Afternoon Tea bald eine gesellschaftliche Institution – und damit in viktorianischen Zeiten mit Regeln, Ritualen und Rangordnungen belegt. Was auch sonst?

    (Kurzer Einwurf: Die Herzogin könnte sehr gut auch wegen Alice Beaumont aus meiner Serie Nadel, Faden & Mord Erwähnung finden, war sie doch eine Hofdame und Freundin der Königin. Was aus Gründen von Bedeutung ist für Alice.)


    High Tea – das klingt doch unbedingt nach mehr, oder? Das ist feiner, das ist Luxus im Alltag, das ist Aristokratie in Tassen. Sozusagen. Aber nein. Ist es aber nicht. Ähm, ja. Und ich muss gestehen, das war mir ganz lange nicht bekannt, und ich kann es nicht beschwören, aber es mag durchaus sein, dass ich irgendwann und irgendwo in irgendeinem meiner Romane vom High Tea gesprochen habe, als ich anderes meinte. I am so sorry!

    Elegantly furnished drawing room with vintage decor in England, featuring a fireplace and classic furniture.

    Der Low oder Afternoon Tea war der vornehme Tee der Oberschicht, serviert gegen vier Uhr entweder im privaten Zimmer oder im Salon, waren Gäste geladen. Man nahm ihn zu sich, bevor man mit dem Vierspänner zum Spaziergang im Hyde Park aufbrach, um sich zu präsentieren, oder vor dem Besuch einer Ausstellung. Oder weil man eben die Freundinnen zu einem Wissensaustausch geladen hatte, den wir keinesfalls Klatsch nennen wollen – Gerüchte nämlich entschieden über deinen Aufstieg oder deinen Fall; das war Politik vom Feinsten und Gemeinsten. Der Tee kam edel daher: Feine Porzellantassen, silberne Teekannen, dreistöckige Etageren mit Finger Sandwiches, Scones und kleinen Gebäcken wurden aufgetragen, alles aufs Schönste angerichtet.

    Der High Tea hingegen war der Tee der Arbeiter- und Mittelklasse, der eher zwischen fünf und sechs Uhr serviert wurde. Als vollwertige Mahlzeit, als Abendessen. Womit es im Grunde dem deutschen Abendbrot durchaus ähnelte, denn es war herzhafter, auf Sättigung ausgerichtet und gar nicht zeremoniell.

    Woher stammen allerdings die Bezeichnungen, die so irreführend sind? Weshalb trinkt die hohe Gesellschaft den ’niedrigen‘ Tee und die untere Klasse den ‚hohen‘?
    Wenn es keine Legende ist, dann liegt es einfach daran, auf welchem Möbel der Tee serviert wurde. In einem Salon sitzt man nicht auf Stühlen, sondern auf Sofas, auf Sesseln, auf gepolstertem Mobiliar, das Platz genug bietet für weite Röcke oder voluminöse Turnüren. Und zu solchen Sitzgelegenheiten gehört ein niedriger Tisch auf Kniehöhe etwa. Low Tea also.
    In einem einfachen Haushalt war man hingegen schon froh, mehr als ein Zimmer zu haben. Gegessen wurde in der Küche oder, war man etwas weiter vorangekommen, im Esszimmer. Dort standen Stühle, dort standen Tische. High Tea demnach.

    Heute haben sich die Begriffe gedreht: Fährt man nach England, so steht auf den Karten entweder Afternoon oder High Tea.


    A beautiful dessert table with teapot and tiered stand featuring sweets and sandwiches.

    Bestand der Tee der Herzogin zunächst nur aus Tee und etwas Gebäck, so mag es vielleicht den unterschiedlichen Geschmäckern der geladenen Freundinnen zu verdanken sein, dass bald auch Sandwiches und Törtchen neben den traditionellen Scones gereicht wurden.
    Heute und vermutlich auch schon zu Emmas Zeiten folgt der Afternoon Tea einer festen Reihenfolge, die man nicht durcheinanderbringen sollte: erst die herzhaften, in schmale Streifen (Finger) geschnittenen Sandwiches – hauchdünn, ohne Kruste, mit Gurke, Eiaufstrich oder Lachs –, dann die Scones, dann die kleinen Kuchen und Törtchen. Die Scones werden übrigens mit den Händen gebrochen, nie mit dem Messer geschnitten (Eine Sünde, der ich mich unbedingt schuldig gemacht habe, weil ein halber Scone eben doppelt so viel Platz für das Topping bietet – win-win. Sagt meine Waage auch … ürks).
    Und mit dem Topping sind wir dann auch schon bei dem großen englischen Streit, der seit Generationen ungelöst ist und vermutlich auch ungelöst bleiben wird: erst Clotted Cream, dann Marmelade – oder erst Marmelade, dann Cream? Devon besteht auf Ersteres. Cornwall auf Letzteres. Beide Seiten sind kompromisslos. Beide haben natürlich recht.


    Das Cover zu Das Tödliche Willkommen

    Für Emma ist der Afternoon Tea eine Selbstverständlichkeit – wenn genügend Zeit dafür da ist. Was sie in Bonn zur typischen Britin machte, nämlich das ständige Teetrinken, macht sie in England, so man sie nah genug kennt, zur Deutschen, denn sie trinkt, siehe oben, Tee in allen Varianten. Etwas, was auch James sich in Bonn angewöhnt hat.
    Gleichzeitig kommt es vor, dass dieses Ritual des Low Tea für Emma sozusagen Arbeitswerkzeug wird, denn noch immer erfuhr und erfährt man beim gemeinsamen Tee, was man sonst nicht erfährt. Klatsch, Gerüchte, Andeutungen. Wer wen besucht hat. Wer nicht mehr eingeladen wird. Welcher Ehemann plötzlich viel in der Stadt übernachtet. Oder aber wer den Nazis besonders nahe steht …

    Sind wir aber ganz entspannt in Emmas Heim zu Gast, dann dürfen wir uns vermutlich entspannt zurücklehnen und uns bedienen lassen – es ist die Hausherrin selbst, die einschenkt, und ich kann versichern, das immerhin bekommt unsere Freundin mittlerweile ohne tollpatschige Versehen hin. Und auch Scones kann sie backen. Es ist also absolut ungefährlich für uns, sie zu besuchen.
    Es sei denn, wir wollen ein Geheimnis für uns behalten. Dann könnte es kritisch werden!


    • 250 g Weizenmehl
    • 3 TL Backpulver
    • 125 g vegane Blockbutter, kalt oder sogar tiefgefroren, dann gewürfelt (z.B. Meggle Pflanzlich oder Violife Vioblock)
    • 40 g feiner Zucker
    • 120–140 ml ungesüßte Pflanzenmilch
    • für die Glasur 1 EL Pflanzenmilch + ½ EL Ahornsirup

    Zubereitung:

    1. Ofen auf 220°C (Umluft 200°C) vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen
    2. Mehl und Backpulver mischen
    3. Kalte Butterwürfel mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis der Teig krümelig ist. Wie für Streuselkuchen, wenn ich mich nicht irre; ich kann – wie Emma – nicht wirklich backen, nur Scones und Waffeln!
    4. Zucker einrühren
    5. Pflanzenmilch mit einem Messerrücken nach und nach unterrühren bis ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht – nicht kneten!
    6. Teig ca. 4cm dick formen, Kreise ausstechen (ca. 6cm). Ich habe irgendwo gelesen, man soll den Ausstecher dabei nicht drehen, weil das Gebäck sonst nicht aufgeht. Habe mich daran gehalten, aber ob das nötig war …? Ich kann halt nicht backen :D
    7. Mit Glasur bestreichen – nur oben, nicht die Seiten
    8. Sofort in den Ofen – 15–18 Minuten bis goldbraun
    9. Ganz schnell essen!

    Dazu: Gute Marmelade (Erdbeere oder Himbeere) und vegane Schlagsahne oder – auch lecker – vegane Creme, die an Sauercreme oder Frischkäse erinnert.

    Ein wichtiger Hinweis für alle, die sich fragen, ob das wirklich schmeckt: Ja. Vegane Scones sind von der nicht-veganen Variante kaum zu unterscheiden, wenn man das Rezept befolgt. Das Geheimnis liegt in der kalten Blockbutter – keine Streichmargarine aus dem Becher – und darin, den Teig wirklich nur so lange zu bearbeiten, bis er zusammenhält. Scones mögen keine Ungeduld. (Weshalb es ein echtes Wunder ist, dass ich das schon mal geschafft habe …)

  • Welttag des Buches 2026

    Welttag des Buches 2026

    Als Autorin muss man dazu natürlich etwas schreiben, oder? Zumindest immer mal wieder, so alle Jubeljahre. Nur was? In Zeiten, in denen immerzu zu hören ist, dass niemand mehr liest? Stimmt das wirklich? Ich höre auch, dass es zunehmend schwieriger wird, gute Filme oder Serien zu finden – mitreißend, originell, lustig, spannend, was auch immer man möchte. Mir zumindest geht es so. Erst recht, seit Netflix öffentlich zugegeben hat, es den Zuschauern angeblich leichter zu machen: Indem in den Dialogen wieder und wieder das Gleiche gesagt wird, damit man den Plot kapiert, wenn man zugleich am Handy daddelt. Ähm, ne, will ich nicht. Obwohl ich oftmals etwas schaue und gleichzeitig arbeite.

    Nicht schreibend natürlich, dabei kann ich nicht mal Musik ertragen. In meine Geschichten muss ich völlig eintauchen, muss mit Emma, Alice oder Sandberg durch die Gassen rennen, mich mit Swanhild oder Moira in die Lüfte erheben, mit Lily lachen und mit Hedwig träumen. Und ich glaube, das ist eben auch der Vorteil eines Buchs: Du kannst dabei nicht wirklich vieles tun und das tut gut. Kein Multitasking, keine Ablenkung, keine vier Bildschirme zugleich aus Angst, etwas zu verpassen.
    Klar, da ist das Hörbuch. Finde ich toll bei so Aufgaben wie Wändestreichen oder Putzen oder Kleiderschrank aufräumen. Fürs Bügeln ist mir ein Film schon lieber, aber da sind wir wieder beim oben Genannten angelangt. Also zurück zum Buch.

    Aber was könnte ich da jetzt sagen? Lest mehr? Lest mich? Schreibt mir? Ja, warum nicht?
    Lest mehr! Lest mich! Schreibt mir! Ha!

  • Was hat Emma im Jahr 1934 gelesen?

    Was hat Emma im Jahr 1934 gelesen?

    Als zunehmend politisch interessierte Frau und Schwiegertochter eines Verlegers ist ihre Lektüre nicht mehr nur unterhaltend. Immer noch zieht sie sich gerne mit Romanen von Jane Austen oder Elizabeth von Arnim zurück – da liebt sie besonders Emma von Austen und Priscilla auf Reisen und Verzauberter April von Arnim – , aber auch alles, was frisch auf den Markt kommt, interessiert sie.
    Da wären nun also zunächst einmal die Kriminalromane:

    • Gleich zwei Kriminalromane von Agatha Christie
      • Der berühmte Mord im Orient-Express und
      • Warum haben sie nicht Evans gefragt?
    • das Debüt der Neuseeländerin Ngaio Marsh A Man Lay Dead (Das Todesspiel auf deutsch)
    • Von Dorothy L. Sayers erschien The Nine Tailors und
    • Mavis Doriel Hay veröffentlichte Murder Underground

    Es ist anzunehmen, dass Emma Vergnügen beim Lesen hatte, aber gewiss auch kritisch überlegte, ob der Fall auch von ihr zu lösen gewesen wäre.

    Besonders viel Freude dürfte sie an den zwei folgenden Roman gehabt haben:

    • P.G. Wodehouse – Right ho, Jeeves
    • Evelyn Waugh – A Handful of Dust

    Ich bin ziemlich sicher, dass sie und James sich aus diesen Büchern gegenseitig vorgelesen haben und bestimmt mehr als einmal Vergleiche zwischen den Personen im Roman und jenen der guten Gesellschaft gezogen haben. Da Evelyn Waugh sowohl mit den Mitfords befreundet als auch mit Daphne bekannt war, waren seine bissigen Beschreibungen mancher Verhaltensweisen ein absolutes Must Read für Emma. Und wer über die Erlebnisse Bertie Woosters, wohlhabender Junggeselle, und seines Valets Reginald Jeeves nicht lacht – nun, für den hat Emma nur Mitleid übrig.

    Wesentlich ernster geht es bei zwei Schriftstellerinnen zu, die heute nahezu vergessen sind:

    • F. Tennyson Jesse – A Pin to See the Peepshow.
      Was nichts mit dem zu tun hat, wonach es sich für uns anhört. Die Autorin war wahrhaftig nicht nur Autorin, sondern auch Kriminologin, die in ihren Romanen echten Fällen auf den Grund ging. Hier steht Edith Thompson im Mittelpunkt, deren Hinrichtung schockierte. Emma dürfte die Lektüre besonders heftig mitgenommen haben nach dem, was sie im Gericht erlebt hatte (Die Tote im Hyde Park)
    • Storm Jameson – Company Parade.
      Eine junge Frau und Mutter versucht nach dem ersten Weltkrieg, eine Karriere als Schriftstellerin aufzubauen – belastet von einem Ehemann, der das Gegenteil von Hilfe ist. Während des Lesens hat Emma bestimmt oft an Daphne und Nancy gedacht – und an ihre eigene Jugend in diesen hier beschriebenen Jahren.

    Ja, ich denke, das ist eine vielleicht kurze, aber interessante Liste.

  • Der Tag der Fledermaus!

    Der Tag der Fledermaus!

    Das finde ich so entzückend: ein Festtag für die Fledermaus.
    Nun ja, eigentlich gibt es diesen Tag wohl nur in den USA, aber irgendetwas Gutes muss ja auch in diesen Zeiten mal von dort stammen, oder? Allerdings gibt es auch eine europäische Fledermausnacht, in der man sich über diese Flugtierchen informieren kann – auf die Schnelle habe ich nicht herausgefunden, wann das in diesem Jahr stattfindet. Ich musste mich ja schließlich beeilen, noch schnell etwas zu diesem Festtag zu schreiben.
    Warum? Weil ich Fledermäuse mag, seitdem mein Vater in den Siebzigern mal einen Nebenjob in einem nicht mehr existierenden Gebäude angenommen und dort in nicht länger verwendeten und abgedunkelten Büroräumen neben allerlei menschlichem Unrat eine einzelne, winzige und sehr verängstigte Fledermaus fand, die vor lauter Hunger und wohl auf Kälte sofort auf ihn zu schwebte und sich an seine Schulter kuschelte.
    Mein Vater fand in seinen letzten Jahren meinen Vegetarismus gar nicht mehr so albern; ich fand nach seinem Tod seine Linkliste und da waren sehr viele Seiten aufgeschrieben, die sich damit befasste. Aber das nur nebenbei, das zeigt seine grundsätzliche Tierliebe, die wir teilten. Er nahm das Tierchen mit nach Hause und übertrug mir, dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht. Ich war acht oder neun Jahre alt und erinnere mich heute nicht mehr, was ich der Fledermaus an Futter anbot, aber mein Vater befestigte einen Karton an meiner Zimmerdecke, passte eine Stange ein und bot es dem Tierchen an, dass dann auch wirklich über einige Wochen dort schlief. Relativ oft aber flatterte sie durch mein Zimmer und war insgesamt recht zutraulich – mein Kater war wenig zufrieden, durfte er doch nicht zu mir herein, obwohl er bislang Nacht für Nacht in meinem Bett geschlafen hatte.
    Dann kam das Frühjahr und die Fledermaus – oh, ich glaube, sie hieß Flieda, ganz dunkel kommt die Erinnerung wieder – stellte fest: Ich will raus. Einige Tage schwirrte sie auf den Balkon und wieder zu mir herein (ja, ich hatte einen Balkon, aber nicht aus Gründen von Luxus, im Gegenteil – andere Geschichte!), bis sie dann eines schönen Abends davon flatterte und nicht mehr zurückkehrte. Was mir das Herz brach. Mein Kater verzieh mir zum Glück und so war Flieda dann doch bald vergessen. Bis vorhin.
    Die Fledermaus also. Seit dem Mittelalter scheint eng mit Magie und dem Übernatürlichen verbunden zu sein. Wieso, weshalb warum? Vermutlich weil sie so sicher durch die Nacht fliegt. Weil ihre Flügel wie der Umhang eines Mönchs wirkt. Weil man Mäuse für Ungeziefer hielt und wenn sie dann noch fliegen können – nein, nein, das ist nicht natürlich, das muss Magie sein. Ich will gar nicht aufzählen, was man mit diesen Tieren alles angefangen hat – entweder, um sich vor ihnen zu schützen oder um ihnen ihre Magie abzuzapfen. Ihr könnt es euch eh schon denken, dass das nichts Gutes sein kann. Und als man irgendwann kapierte, dass es keine Hexen gibt und Fledermäuse nicht deren Boten oder Diener oder Begleiter oder was immer sonst sind, nun, da betrachtete man sie als Tiere der Nacht und dank Bram Stoker und seinem Dracula waren sie nun Vampire in Tierform. Es wollte einfach nicht besser werden, oder?
    Dabei sind sie so reizend anzuschauen. Das hübsche kleine Gesicht, ihr sicherer Flug, das runde Bäuchlein – vermutlich sind wir einfach nur neidisch. Ich denke, es wird Zeit, dass ich in der nächsten Staffel rund um Rachehexe Moira eine Flieda einbaue. Im Institut für Fantastik … Hmm, ich weiß gar nicht, ob ich sie da erwähne. Auf dem Cover sind sie aber unbedingt. Als Klischee und Stimmungsträgerin ist die Kleine nämlich doch ganz groß!

    Fediverse-Reaktionen
  • Der Tag der Lakritze

    Der Tag der Lakritze

    Eben habe ich gelesen, dass heute das Lakritz geehrt wird. Völlig zu Recht, wie ich finde. Lakritz ist meine Sünde, zumal mir seit einigen Jahren schnell mal etwas übel wird, wenn ich zu viel davon nasche. Und zu viel ist mittlerweile gar nicht so viel. Sehr ärgerlich.

    Dass ich Lakritz liebe, das konnte die mir zugeneigte Leserin vermutlich schon beim Lesen meines ersten Romans erahnen, denn Emma geht es nicht anders als mir und freut sich wie jeck, als man ihr ein Tütchen aus Holland mitbringt: Salzig, aromatisch, nix für Kinder. So muss das, oder?

    Und weil mir Lakritz so lieb ist, habe ich eine zweite Heldin sogar durch Lakritz retten lassen. Mehr oder minder. Ist halt ein modernes Märchen und da kann so ein Süßwarenladen im norddeutschen Ammerland genau das sein, was eine etwas verzweifelte und viel zu unselbstständige junge Frau zum großen Glück führt. Ist doch herrlich, oder?

  • Was trug Emma im Jahr 1934?

    Was trug Emma im Jahr 1934?

    Vier Modellkleider von 1934, Illustration

    In den frühen Dreißigerjahren, so liest man immer wieder, wurde die Mode wieder femininer – ganz so, als wären die Kleider der Zwanziger schmucklose Säcke oder langweilige Herrenanzüge gewesen. Aber dazu gerne ein anderes Mal mehr.

    Weiblicher wurde die Kleidung insofern, als Taille und Hüfte betont wurden: Hier lagen Kleid, Rock und Bluse eng an. Wirklich eng. Ab Mitte der Oberschenkel wurde der meist knöchellange Rock weiter – eingesetzte Godets, aufspringende Falten oder ausgestellte Bahnen sorgten dafür, dass die Dame gut ausschreiten konnte.

    Ebenso gab es Mehrweite am Oberteil: Biesen, Falten, Rüschen und Raffungen wurden gern großzügig eingesetzt und dank der ebenfalls stark betonten, dabei aber runden, weichen Schulterpartie wurde der Eindruck einer großen und schlanken Frau geschaffen, die durchaus sportlich, aber dabei grazil-feminin und jugendlich erscheinen sollte. Puffärmel oder besonders schmale Ärmel, hohe Kragen oder breite Kragen, Schleifen und vor allem Passen, gerne auch asymmetrisch, lenkten den Blick nach oben und in das Gesicht der modebewussten Frau. Die, das muss gesagt sein, nur dann wahrlich modisch war, wenn sie das Geld hatte, der Mode zu folgen.

    In diesen Jahren der dauernden Krisen, der Massenarbeitslosigkeit und grassierender Armut war es nur wenigen Frauen möglich, die kostspieligen Vorschläge der Haute Couture daheim nachzunähen: der berühmte Schrägschnitt, bei dem der Stoff im 45-Grad-Winkel zugeschnitten wird, verbrauchte sehr viel mehr Material als ein Hauskleid, das sparsam im Bruch mit dem Fadenlauf gearbeitet ist. Duftiger Musselin für üppige Rüschenkragen, die bei jedem Schritt mitwippten und leicht mit dem Lippenstift in Berührung kamen (was eine aufwendige Wäsche mit mühsamen Plätten und Stärken verlangte) war für die meisten Frauen ebenso unerschwinglich wie Seidensatin, Samt und veredeltes Leinen. Dutzende Biesen, großzügige Raffungen und feinste Unterwäsche, die für die passende Figur unter den engen Kleidern sorgten – das war nur etwas für die Dame der Oberschicht.

    Titelbild von De Gracieuse von 1934, Modezeitschrift, fünf Abendkleider

    Heißt das, dass es für andere nicht möglich war, gut gekleidet zu sein?

    Nun, wer dem Bürgertum zuzuordnen war und nicht auf jeden Pfennig achten musste, hatte natürlich das Nähen, Stricken und Häkeln gelernt und wenn die Anleitungen und die Erwartungen an das Geschick der Selbermacherin auch nach den Zwanzigern angestiegen waren, so war es meist kein großes Hexenwerk, einen modischen Pullover und einen schicken Rock anzufertigen: Das Selbermachen war eine Selbstverständlichkeit und das Angebot für die Heimschneiderin und die begeisterte Strickerin war groß – kaum eine Zeitschrift, die nicht bewies, dass Eleganz und Schick auch für die Sekretärin oder die Hausfrau zu erreichen war. Zumal von Frauen nach wie vor erwartet wurde, ein gefälliges Bild abzugeben und stets darauf zu achten, gepflegt und angemessen gekleidet aufzutreten.

    Wie also kleidete sich Emma, sicherlich einer meiner liebsten und beliebtesten Heldinnen?

    Während sie im vorherigen Jahrzehnt in Bonn zu jenen gehörte, die sich nur dank der reichen Verwandten (unsere unvergleichliche Sybil und James‘ Vater, dessen enormes Vermögen Emma ewig lang verborgen geblieben war, da der Gatte zu stolz war, um Geld vom Vater anzunehmen, aber darum geht es jetzt ja nicht), viel Arbeit und braver Bescheidenheit gute Kleidung leisten konnte, so fand sie sich in London als Mrs James Stuart Beresford auf einmal in der Rolle der gesellschaftlich bedeutenden Schwiegertochter und Nichte wieder, für die Geld gar kein Problem mehr darstellt. Was Emma durchaus genießt, aber dennoch bemüht ist, auf dem Boden zu bleiben.

    Titelbild von De Gracieuse, Modezeitschrift Niederlande 1934, zwei Tageskleider

    Eine sorgfältig zusammengestellte Garderobe ist nun ihre Arbeitskleidung und all die luxuriösen Sperenzchen wie Schrägschnitt, Raffungen, Seide, Musselin und aufregende Farben – ja, das wird von ihr erwartet. Ihre Figur, die sie stets als zu zart und zu dünn empfand, ist nun ein klein wenig fülliger geworden und so steht ihr die neue Mode womöglich noch besser als die luftigen Kleider ihrer Jugendtage. Als Rothaarige hat sie selbstverständlich gelernt, insbesondere auf die Farbe grün zu setzen, doch auch matte Blautöne und durchaus kräftige Rotnuancen finden sich in ihrem Kleiderschrank. Flotte Hütchen, passende Schuhe und Handschuhe, breite Gürtel, aber nur wenig Schmuck vervollständigen ihren Aufzug.

    Ja, Mrs Beresford gehört zu jenen beneideten und bewunderten Damen, die stets modisch und elegant gekleidet sind. Sie weiß es zu schätzen und zu ehren und sollten sich die Zeiten noch einmal ändern, so wird sie wie zuvor zu Nadeln und Faden greifen, und auch im Selbstgenähten, Selbstgestrickten reizend aussehen.

    Bilder: Wikimedia und eigene Sammlung

  • Ein ActivityPub-Plugin-Test

    Ein ActivityPub-Plugin-Test

    Ich möchte einmal sehen, ob dieser Post im Fediversum erscheint. Und unbedingt möchte ich sagen, dass ich meinen Max nach wie vor unendlich vermisse.

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