Als Autorin muss man dazu natürlich etwas schreiben, oder? Zumindest immer mal wieder, so alle Jubeljahre. Nur was? In Zeiten, in denen immerzu zu hören ist, dass niemand mehr liest? Stimmt das wirklich? Ich höre auch, dass es zunehmend schwieriger wird, gute Filme oder Serien zu finden – mitreißend, originell, lustig, spannend, was auch immer man möchte. Mir zumindest geht es so. Erst recht, seit Netflix öffentlich zugegeben hat, es den Zuschauern angeblich leichter zu machen: Indem in den Dialogen wieder und wieder das Gleiche gesagt wird, damit man den Plot kapiert, wenn man zugleich am Handy daddelt. Ähm, ne, will ich nicht. Obwohl ich oftmals etwas schaue und gleichzeitig arbeite.
Nicht schreibend natürlich, dabei kann ich nicht mal Musik ertragen. In meine Geschichten muss ich völlig eintauchen, muss mit Emma, Alice oder Sandberg durch die Gassen rennen, mich mit Swanhild oder Moira in die Lüfte erheben, mit Lily lachen und mit Hedwig träumen. Und ich glaube, das ist eben auch der Vorteil eines Buchs: Du kannst dabei nicht wirklich vieles tun und das tut gut. Kein Multitasking, keine Ablenkung, keine vier Bildschirme zugleich aus Angst, etwas zu verpassen.
Klar, da ist das Hörbuch. Finde ich toll bei so Aufgaben wie Wändestreichen oder Putzen oder Kleiderschrank aufräumen. Fürs Bügeln ist mir ein Film schon lieber, aber da sind wir wieder beim oben Genannten angelangt. Also zurück zum Buch.
Aber was könnte ich da jetzt sagen? Lest mehr? Lest mich? Schreibt mir? Ja, warum nicht?
Lest mehr! Lest mich! Schreibt mir! Ha!


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