Kategorie: Meine Romane

  • Die Tote im Hyde Park

    Die Tote im Hyde Park

    Frisch geschrieben, frisch geteilt: Die erste Szene des ersten Kapitels.


    05. Juli 1934, London, England

    Seit bald einem Jahr lebten die Beresfords nun wieder in England und doch war Emma nach wie vor unentschieden, ob der Vorzug, ein recht unbeschwertes Leben im Luxus zu führen, mehr wog als das Heimweh nach Freundinnen und Kollegen in Bonn. Immer wieder überkam sie das Verlangen, einen Spaziergang am Rhein machen zu wollen – insbesondere nun, da der Sommer London eine ungewöhnliche Hitze bescherte, die wahrlich an die schwülen Tage der alten Heimat erinnerte. Eine Erinnerung, die sie belastete. Aus vielen, vielen Gründen.
    Erst gestern Abend hatte James gefragt, ob sie, sollten sich die Umstände in Deutschland grundlegend ändern, wieder würde zurückgehen wollen. »Ernsthaft, Darling, würdest du es nicht vermissen, Kleider ohne Ende schneidern lassen zu können? Und dein Automobil – du fährst gar zu gerne durch die Gegend, um das wieder aufgeben zu wollen, ist es nicht so?«
    »Das klingt, als wäre ich scheußlich materialistisch. Ich meine, wir kamen ziemlich gut zurecht auch ohne all das Geld deines Vaters.«
    »Ohne Sybils Geld wären wir oft in arger Bedrängnis gewesen.«
    »Schön und gut, aber sie hat uns geholfen. Und uns ja nicht eben wenig dafür schuften lassen.«
    »Schuften! Die paar Tanzstunden.«
    »Und die Buchhaltung. Und die kleinen Erledigungen. Und überhaupt –«
    »Und überhaupt hat sich das nicht geändert; Sybil findet immer etwas für alle zu tun.«
    »Das macht ihren Charme aus.«
    »So verrückt es ist, aber das ist wohl wahr. Goodness, welche Frau Mitte vierzig kann schon von sich behaupten, ganz London um den Finger gewickelt zu haben?«
    »Mitte vierzig? Ich bitte dich, sage das nur nie, wenn sie in der Nähe ist. Noch möchte ich nicht zur Witwe werden.«
    »Was soll das denn heißen? Was soll dieses noch bedeuten? Hast du Pläne, von denen ich nichts weiß?«
    Emma lachte und warf sich dem geliebten Gatten in die Arme, was den, der mit so viel Schwung nicht gerechnet hatte, rückwärts aufs Sofa kippen ließ. So zum Liegen zu kommen, das mißfiel ihm eindeutig nicht. Ja, er wusste mit der neuen Lage auch gleich etwas anzufangen. Sein treues Weib jedoch machte sich gleich los und sprang auf die Füße. »So leid es mir tut, jetzt nicht. Die Frau, die trotz ihres hohen Alters ganz London um den Finger wickelt, erwartet uns immerhin zu einem köstlichen Mahl und so reich kann ich gar nicht werden, dass ich mir das entgehen lasse.«
    James rollte mit den Augen, war dann aber doch verblüffend rasch wieder in der Senkrechten – ein Schäferstündchen mit Emma ließ sich eben doch leichter aufschieben als ein Dinner bei der Schwipptante und ihrem russischen Ehemann. Bei den Gregorins ging es meist hoch her; ihre privaten Parties waren stets einen Artikel in sämtlichen Zeitungen wert, nicht nur in jenen, die James‘ Vater gehörten.
    Und der Abend enttäuschte nicht: Wieder waren die interessantesten Leute dort gewesen, wieder hatte man über alles Mögliche bis in den frühen Morgen hinein geredet, man hatte gelacht und getanzt und ganz ausgezeichnet gespeist. Als James die Gattin daher fragte, ob sie Bonn denn noch immer so schrecklich vermisse, antwortete sie mit einem sehr entschiedenen Nein. Und einem ebenso entschiedenen Ja.
    »Damit ist es geklärt«, befand James und überzeugte Emma davon, dass man zwar zu Bett gehen könne, aber nicht mehr unbedingt schlafen müsse. »Lohnt sich doch kaum, der Wecker klingelt in einer halben Stunde eh.«
    »Ah ja. Eine halbe Stunde also kannst du für mich erübrigen, wenn es gerade mal so passt? Das will ich mir merken. Gewiss hilft mir das über die Trauer hinweg, wenn ich zur Witwe geworden sein werde.«
    »Jag mir keine Angst ein, Darling.«
    Sie kicherte und machte sich daran, seine unberechtigten Sorgen fortzuküssen. Das gelang ihr ziemlich gut.

    Fediverse-Reaktionen
  • Halunke & Charmeur

    Halunke & Charmeur

    Eine Stiefmutter und der Familienschmuck. Ein Mord und fremde Verfolger.

    Nizza im Juni 1923

    Der Marquis de la Cour beauftragt die Agence Philomène, ein Schmuckstück aus dem Besitz der Stiefmutter zu entfernen und ihm zu übergeben. Das ist für Philippe Sandberg alias Signor Filisante nichts weiter als eine lässige Fingerübung. Eigentlich.

    Doch wie es so ist mit den scheinbar einfachen Dingen im Leben – etwas geht schief. Mächtig schief und plötzlich scheint die gesamte Welt hinter Philippe und seiner Partnerin Suzanne her zu sein …

    Edelschurke Monsieur Sandberg in seinem dritten Abenteuer. Es könnte mit der Zucht von Tomaten enden. Ein grausames Schicksal wäre das!

  • Rache & Vergebung

    Rache & Vergebung

    Ihr ewiger Feind. Sein Netz aus Lügen. Das tödliche Ringen.

    Alice Beaumont steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr gefährlichster Widersacher, den sie einst besiegt glaubte, spinnt unter falscher Identität seine Intrigen. Mit eiserner Entschlossenheit und dem Willen, zu verteidigen, was ihr wichtig ist, setzt Alice alles daran, diesen Feind endgültig aus ihrem Leben zu verbannen.

    Doch er reagiert schneller und nun sind jene Menschen in Gefahr, die ihr am wichtigsten sind. Hilfe findet Alice bei dem Mann, den sie hasst: ihrem Vater.

    Wird es ihnen gelingen, ihrem gemeinsamen Gegner zu vernichten? Und wie hoch ist der Preis für dieses Bündnis?

  • Der Abschied vom Rhein

    Der Abschied vom Rhein

    Eine neue Welt voller Hass und Angst. Dazwischen ein Mörder, sein Opfer und eine Chance.

    Bonn, Sommer 1933. Bücher wurden verbrannt, Stadtverordnete ermordet und Verhaftungen vorgenommen – all das aus nichtigen Gründen. Wer sich nicht fürchtet, freut sich über die neue Zeit oder hält verzweifelt an der Hoffnung fest, es werde der böse Spuk bald vorübergehen.

    Emma kann nicht fassen, wie sehr sich das Leben wenige Monate nach dem Regierungswechsel bereits verändert hat.
    Auch in ihrem direkten Umfeld hat sich viel getan:
    Kommissar Wertheim wurde entlassen und durch einen Parteigenossen ersetzt.
    Sybil und Alexej haben die Tanzschule verkauft und sind nach London gezogen.
    James‘ Verlag, der solchen Aufschwung genommen hatte, wirft kaum noch Gewinn ab.

    Dann überstürzen sich die Ereignisse: Ein Toter wird gefunden und Siegfried Mertens trifft eine Entscheidung, die weitreichende Folgen für sie alle hat. Es bleibt nicht viel Zeit, das, was getan werden muss, in die Tat umzusetzen – und weitere Entscheidungen zu treffen …

  • Düstere Freundschaft

    Düstere Freundschaft

    Wenn die Toten zurückkehren und deine Vergangenheit dich einzuholen droht …

    Von einem Moment zum nächsten scheint Alice Beaumont in Gefahr zu sein, alles zu verlieren.
    Ihre finanzielle Sicherheit ebenso wie ihre Liebe und sogar ihr Leben haben keinen Wert mehr, wenn sie nicht klug handelt. Und das Klügste scheint zu sein, sich zu verstecken.

    So nimmt Alice den Auftrag einer Frau an, die nicht zu ihrer üblichen Kundschaft gehört: Catherine Crawford ist weder reich noch berühmt, dafür aber lebt sie Haworth, einem Dorf hoch oben in Yorkshire.

    Doch wenn Alice geglaubt hat, dort in Sicherheit zu sein, dann wird sie bald enttäuscht: Ein Mord geschieht. Wer steckt dahinter? Etwa eine der drei Freundinnen in Bellham House, bei denen sich Alice bislang so wohl gefühlt hat?

    Auch dieses Mal muss Alice bei den Ermittlungen helfen – und das, obwohl sie eigene Sorgen hat.

  • Tödliche Brautnacht

    Tödliche Brautnacht

    Eine Schneiderin mit dunkler Vergangenheit – wer wäre besser geeignet, einen Mord aufzuklären?

    Wiltshire, Sommer 1845.
    Alice Beaumont hat erreicht, wovon andere Schneiderinnen träumen: Sie kleidet die feinsten Damen der englischen Gesellschaft ein. Dabei hält sie stets Abstand, denn sich in das Leben anderer einzumischen, bringt nichts als Ärger.

    Nun haben die Darnwells sie auf ihren Landsitz gebeten, um die zukünftige Gattin des Sohnes auszustatten. Als Alice Violet kennenlernt, ist sie versucht, ihre Prinzipien zu missachten: Die Braut erscheint ihr sowohl zu reich als auch zu jung, um die Ehefrau des arroganten Raymonds zu werden.

    Dann geschieht ein Mord …

    Tödliche Brautnacht ist der Auftakt zu einer viktorianischen Krimireihe, in deren Mittelpunkt eine Heldin mit vielfältigen Talenten steht. Die vielschichtige Vergangenheit und die ungewisse Zukunft der Heldin verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und machen sie neben den Mordfällen, die sie löst, noch spannender.

  • Das vergiftete Manuskript

    Das vergiftete Manuskript

    Wie jagt man einen Mörder, wenn man das Haus nicht verlassen darf?

    Bonn, Oktober 1930.
    Emma ist stolz auf ihren Mann James, dessen Verlag immer besser läuft. An einem sonnigen Mittwochvormittag hat er eine Verabredung mit einem Schriftsteller in dessen Wohnung.
    Er ist nahezu pünktlich.
    Leider.
    Anstatt einen neuen Vertrag abzuschließen, findet er sich in Untersuchungshaft wieder.

    Und während der Gatte darauf hofft, dass seine Unschuld schnell bewiesen wird, muss Emma sich in ihr Heim verbannen lassen. Als Gemahlin eines Verdächtigen darf sie die Ermittlungen nicht begleiten.
    Eigentlich.
    Doch Emma weiß zu gut, wie schnell es geschehen kann, dass ein Unschuldiger für ein Verbrechen büsst, das er nicht begangen hat. Und so mischt sie sich doch wieder ein …

  • Abenteuer in Zeiten der Revolution

    Abenteuer in Zeiten der Revolution

    2 Abenteuer in Zeiten der Revolution 1
    2 Abenteuer in Zeiten der Revolution 1

    Liebe, Mut und Abenteuer.

    Philippe de Beretton hat nur einen Wunsch: Heim zu Luise, heim nach Bonn – und vergessen, was in Paris vor sich geht. Doch genau dorthin muss er; einmal noch in diese Stadt, in der er längst als Feind der neuen Ordnung gilt.

    Luise bemüht sich währenddessen um Geduld und Zuversicht. Doch dann erhält sie eine Nachricht, die sie jegliche Vernunft vergessen lässt. Sie muss zu Philippe! Sie muss nach Paris!

    In Bonn am Rhein glaubt man sich weit fort von den immer blutiger werdenden Aufständen in Frankreich. Doch vier Tagesreisen sind keine unüberwindbare Entfernung. Nicht für zwei Liebende und ebenso wenig für siegreiche Revolutionstruppen.

  • Aufruhr hinter den Kulissen

    Aufruhr hinter den Kulissen

    Die erste Liebe ist immer ein Abenteuer.
    Erst recht in Zeiten der Revolution.

    Im Frühjahr 1789 trifft Philippe de Beretton in Bonn ein. Charmant, leichtsinnig, etwas oberflächlich gibt er sich, um zu verbergen, dass er im Auftrag der französischen Königin Marie Antoinette unterwegs ist.
    Mit allem rechnet er. Nicht damit, sich zu verlieben.

    Auch Luise hat anderes im Sinn als die Liebe.
    Die Tochter eines reichen Kaufmanns steht als Schauspielerin auf der Hofbühne, feiert Erfolge und ist nicht bereit, sich mit einem französischen Chevalier einzulassen. Auch wenn sie Tag für Tag an seine dunklen Augen denkt.

    Während in Bonn Bürgerschaft und Adel gemeinsam feiern, tanzen und lachen, fällt in Paris die Bastille. Philippe bleibt nichts anderes übrig, als in die Heimat aufzubrechen. Aus heiterem Rokokospiel wird blutiger Ernst …

  • Hedwig 1882 – An fremden Ufern

    Hedwig 1882 – An fremden Ufern

    Endlich am Nil!

    Manchmal aber ist der Weg das Ziel. Schon die Reise nach Ägypten verändert Hedwigs Sicht auf das Leben und die Welt. Luzern, Mailand, Neapel und die Fahrt übers Mittelmeer – Hedwig versteht sich selbst und ihre Gefühle kaum noch. Woran auch ein Herr von Mannsglück seinen Anteil hat. Großen Anteil …

    In Ägypten dann muss sie sich entscheiden, wie ihr Leben aussehen soll und mit wem sie es führen wird: mit Max, der einen sensationellen Fund gemacht hat? Mit John, der deutlich gereift ist? Oder mit Felix von Mannsglück, der Hedwig länger schon verehrt, als sie ahnt?

    Der letzte Teil der Hedwig-Trilogie – wird Hedwig ihr Glück finden? Und was macht dieses Glück aus?

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