ANDREA INSTONE
Und nun ist der Monat doch schon um. Tja.

März 2025

Ich schwöre, ich hatte die besten Absichten und ich habe sie weiterhin. Aber dann weißt du ja auch, was so alles los ist und was uns vermutlich allen auf der Seele liegt. Bei mir zumindest hat die politische Lage und der tägliche Nachrichtenhorror dafür gesorgt, dass ich nur mühsam vorankam.

Dennoch habe ich es geschafft, Emmas neuen Fall zu Ende zu schreiben und hochzuladen. Seit einer Woche ist sie nun schon als Mrs Beresford in England unterwegs und ich finde, sie macht sich gar nicht schlecht. Obwohl sie dann doch in einem etwas weniger lustigen Fall zu ermitteln hat, als ich es ursprünglich geplant hatte. Mir kam etwas zwischen das muntere Tralala und Tüdelü. Siehe oben ...

Denn es ist nun einmal so, dass ich so wenig wie jede andere Autorin mich freimachen kann von dem, was um uns herum vorgeht. Selbst dann, wenn ich gar nicht sonderlich politisch werden will (was ich aber doch oft bin), schleichen sich Sorge und Wut und Verblüffung in meine Bücher und bringen mich dazu, die Richtung zu ändern. Oder, um es cooler auszudrücken: Ich gehe mit dem Flow :D

Und so hat Mrs Beresford nun einen Fall erhalten, der eigentlich sehr viel stimmiger ist als das Geplante - er ist sowohl historischer als auch näher an unserer Zeit. Emma dürfte daran wieder einmal gewachsen sein.

Also: Wenn du Emma als Fräulein Schumacher mochtest und sie gerne beim Erwachsenwerden begleitet hast, dann hast du vielleicht Lust, mal in London nach ihr zu schauen. Das eBook gibt es zurzeit noch exklusiv bei Amazon - dazu gleich mal mehr -, das Taschenbuch lässt sich in allen Buchläden bestellen. Yay! Und in drei Monaten etwa ist Mrs Beresford auch auf allen anderen eReadern lesbar - heißt, sie kommt dann zu Thalia, Hugendubel, Osiander und wer sonst noch zu Tolino gehört.

 

Prinzipien kosten Geld.
Und ich möchte sie mir gerne leisten.

 

Hä? Wovon spricht die Frau, fragst du dich jetzt?
Ich spreche von Amazon und Kindle Unlimited und damit auch von Jeff Bezoes und Trump und Musk. Und das fällt mir nicht leicht, denn ohne Amazon hätte ich vermutlich schon vor Jahren aufgehört, Romane zu schreiben - täglich 8-14 Stunden ans Schreiben, Gestalten, Posten, Buchhalten zu 'verschwenden', wenn man zugleich verhungert oder die Familie vernachlässigt, das geht nicht ewig.

Amazon ist zu seinen Autoren und Autorinnen ausgesprochen fair, solange die keine bösartigen Fehler machen. Die Tantiemen sind höher als anderswo und für Exklusivität gibt es einige Möglichkeiten, dein Buch bekannter zu machen. So habe ich es mit viel Geduld, Ausdauer und auch Fleiß (und hoffentlich tollen Romanen, die dir Freude bereiten) geschafft, meine harte Arbeit vor der Familie und mir selbst rechtfertigen zu können. Ich bin weder reich noch berühmt, aber bescheiden bekannt und in der Lage, nicht zu verhungern. Das ist mehr, als ich je erwartet hatte.

Aber erneut: Siehe oben. Bezoes unterstützt Trump, der Europa und besonders auch Deutschland hasst. Ich wiederum möchte das so wenig als möglich fördern. Von Amazon fortgehen, kann ich mir nicht leisten, und ebenso wenig wirst du das ohne weiteres gönnen, wenn du nicht einen neuen eReader (Tolino oder Pocketbook oder oder oder) kaufst und eine neue Bibliothek aufbaust. Ich glaube also nicht, dass wir uns schämen müssen, wenn wir keinen radikalen Schnitt machen.

Dennoch verlasse ich Buch für Buch das exklusive Amazon-Verleihprogramm. Ich verzichte damit auf mehr Sichtbarkeit, mehr Einnahmen, gelegentliche Boni, besondere Werbeplätze und die Teilnahme an lohnenswerten Deals, die ich als eifrige Autorin recht oft angeboten bekommen habe.

Ich starte dafür quasi noch einmal bei null, indem ich meine Romane auch bei Tolino einstelle. In der Welt der Tolino-Leserinnen kennt mich kaum eine; bei Thalia und Co gibt es keine Werbung, die ich buchen könnte, ich kann keine perfekte Autorinnenseite dort erstellen - es wird lang und schwierig werden, obwohl mir das tolle Team dort helfen will mit gelegentlichen Thalia-Deal-Plätzen. Danke dafür.

ABER (und ups, diese Buchpost wird ja viel zu lang. Dafür ist sie aber auch für Februar und März, ok?)

Also: Aber es fühlt sich gut an und ich weiß, dass es einige und zunehmend mehr Leserinnen gibt, die mit Amazon nichts mehr zu tun haben möchten. Wenn du dazu gehörst, dann gehen wir gemeinsam weiter :) Ich bin glatt etwas aufgeregt und auch zufrieden, weil ich getan habe, was ich konnte, um mir treu zu bleiben.

Tja, so sieht es also aus und wie immer verspreche ich, dass ich ab jetzt regelmäßig schreiben werde und auch bestimmt etwas Lustigeres. Ehrlich!

Jetzt wünsche ich dir ein baldiges und erholsames Wochenende und freue mich, wenn du Lust hast, mir zu antworten.
Bis dahin alles Liebe

Deine Andrea

 

PS: Tippfehler bitte bitte ignorieren, ich bin ordentlich müde und sehe kaum noch, was ich tue :)

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